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Begrifflichkeit /Leistungsprozess/Markt

Nach 1900 hatte die spezialisiert-diensteleistende Arbeitsweise (zumindest in den fortgeschrittenen Staaten) vollständig gesiegt. Sie war zur absolut vorherrschenden geworden.

Und obwohl sie hinsichtlich ihrer Arbeitsindividuen enorm "bunt" und pluralistisch zusammengesetzt wirkt (z.B.Produzenten,Unternehmer, Arbeiter, "Arbeit"nehmer", Selbstständige, Angestellte, Beamte,   Bewaffnete etc....)  kann man doch all diese Individuen unter einen (abstrakten) Begriff zusammenfassen: "Spezialisiert-Diensteleistend Tätige...."oder ( siehe die Grafik): "Leistungserbringer"....

Der Begriff "Leistungserbringer" macht deshalb Sinn, weil er verwandt ist  mit dem "Gegenstück" :  "Leistungsinanspruchnehmer"; so wie beide Prozesse verwandt sind  bzw. zwei Seiten einer Medaille bedeuten,; beide ähneln den Begriffen Produzent - Konsument ....   Allerdings sind letztere nicht so präzise, weil zu enggefasst.

Leistungserbringer sind im Grunde all jene, die einer Geld-verdien-Tätigkeit nachgehen , unabhängig ob Staatsdiener oder Selbstständige, Verwalter oder Produzenten , Soldaten/Polizisten oder Dienstleister. Auch "Kollektive"... Wer mittels Geldverdienen, am Markt, am Leistungsprozess, teilnimmt, wird nachfolgend als "Leistungserbringer" bezeichnet.      

 

 Die "Leistungserbringung" entspricht im Wesentlichen der (in materielle und/oder immaterielle Ergebnisse geronnenen)  Arbeitswelt. "Leistungen" sind die mit Geld entlohnten "Arbeitsleistungen". Leistungen in unserem Sinne sind nicht die Tätigkeiten der Hausfrau, Freizeitbeschäftigungen oder die Erziehung der Kinder durch die Eltern

- Leistungen sind quasi die Ergebnisse der (Lohn)Arbeit. 

Man muss vollständigerweise aber neben den "Leistungen" der Individuen im Arbeitsprozess  auch die der kollektiven Leistungen ( Unternehmen, Genossenschaften etc. )  und der staatlichen Leistungen ( hier Politik, Armee,Polizei etc.  als Gesamtes ) benennen..

All jene "Leistungen" werden auf dem Markt "getauscht", verkauft, angeboten, erstanden...Die reinste Form des "Marktwirtschaftens" ist der individuelle Kauf/Verkauf, zwischen einzelnen Produzenten, Handel und Individuen. Dieser "Markt" gilt gemeinhin als "frei", da die Leistungen frei ausgehandelt werden. Gemäß der Devise : Angebot und Nachfrage.

Aber auch die staatlichen "Leistungen" und Angebote, vom öffentlichen Dienst  hin zu Transferzahlungen werden ( zwar nicht restlos frei) aber letztlich ausgehandelt: von Gewerkschaften, Politik, aber auch durch  Wahlen. Alle Leistungen letztlich unterliegen somit einer "Marktsphäre", vermittelt durch das Geld - wobei der Markt im Grunde genommen eben sehr differenziert, vielschichtig und komplex dargestellt werden muss.   

--------------Und zumindest für den "freien" Markt gilt eine Art ökonomisches Handlungsgesetz: das Individuum oder eben der Produzent, oder eben die Wirtschaftseinheiten versuchen mit einem Minimum an Aufwand  ein Maximum an Geld-Äquivalent zu erzielen!  Also anders formuliert: Kampf an zwei Fronten: stetige Aufwandsreduzierung  bei gleichzeitigem maximalen Preis/Umsatz/Gewinn.-----------------------------

....aber letzteres soll in diesem Blog nicht das Thema sein- da eher ein betriebswirtschaftliches! -------------------------------

 

Solange wie der Mensch als Individuum auf der Erde wandelt, sind menschliche Bedürfnisse ihrem Wesen nach individuell. Und der individuellen Bedürfnisbefriedigung dient l e t z t l i c h  die "Leistungsinanspruchnahme". Der "Leistungserbringungs"-Prozess ist ( siehe oben) ein spezialisiert- diensteleistender ... die Inanspruchnahme per Geld daher auch ein partieller...   die Individuen  tauschen/kaufen aber in der S u m m e  ihre gesamtheitlich/komplexen Bedürfnisbefriedigungs- Mittel auf dem Markt und nehmen letztlich (mehr oder weniger)  ihre gesamten Bedürfnisbefriedigungsmittel auf dem Markt auf... Andernfalls könnten sie in der modernen Gesellschaft nicht mehr existieren...   

 

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Der Stetige Spannungszustand im Leistungsprozesses (Marktwirtschaft) 

Alle Leistungserbringer, aber auch modifiziert die Leistungsinanspruchnehmer, (  "Markt-Teilnehmer" bzw. Konsumenten ), unterliegen einem stetigen Spannungszustand: 

 Die Leistungs-Erbringer ( auf einem freien Markt) unterliegen permanent einer Konkurrenzsituation. Auch hinsichtlich der Absetzbarkeit ihrer Leistungen ( an die Leistungsinanspruchnehmer) haben sie keine Gewissheit. So laufen sie ständig Gefahr, ihre "Existenz" als Leistungserbringer zu verlieren, weil sie ihre Leistungen möglicherweise nicht absetzen können ( eben wegen Konkurrenz oder mangelnder Nachfrage oder zu teuer) . Andererseits besteht aber auch die Möglichkeit, die Konkurrenz zu überflügeln oder mit einer Leistung konkurrenzlos auf dem Markt zu erscheinen... Überdurchschnittliche Tausch/Verkaufserlöse wären dann die (positive) Folge.

Die Leistungs-Inanspruchnehmer dagegen haben mit der Unübersichtlichkeit des Marktes ( Leistungserbringung) zu tun, müssen im Grunde genommen Tausch-/Einkaufsbedingungen/Preise sondieren und die (fremden) Leistungen der Leistungs- Erbringer auf ihre Bedürfnisse überprüfen.

Daher ist es zwingend notwendig, den Leistungsprozess, den Markt , die Existenz der Leistungserbringer und Leistungsinanspruchnehmer als in stetiger Spannung befindlich zu charakterisieren... als einen Stetigen Spannungszustand.    

 

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Die "unsichtbare Hand" (nach Adam Smith) mag ja Angebot und Nachfrage regeln. Die Regelung des Preises aber ist , verinnerlicht man den Leistungsprozess mit Leistungs-Erbringer und Leistungs-Inanspruchnehmer, relativ leicht nachvollziehbar: 

Der Leistungs-Erbringer muss wenigstens seine Kosten, seinen Aufwand , seinen "Lohn" decken. Er muss mindestens einen "Herstellungswert" auf dem Markt erzielen... und möglichst ein wenig mehr (Gewinn u.ä.: Bestandteil des "Herstellungspreises"  ) .

Der Leistungsinanspruchnehmer will  mit der Leistung sein/e Bedürfniss/e abdecken, er benötigt, braucht die Leistung  . Dafür ist er bereit, einen mehr oder minder hohen "Gebrauchswert" zu zahlen.   ("Was ist mir die Leistung wert?" )

Und der Stetige Spannungszustand führt dazu, dass manchmal Überangebot, manchmal Unterversorgung, oft aber auch  Deckungsgleichheit zwischen Leistungs- Erbringung und Leistungs- Inanspruchnahme herrscht. Was auch auf den Preis durchschlägt. Dies nenne ich den "Angebots- und Nachfrage- Wert".  

Alle drei "Werte" pegeln sich dann im Preis ein... auch hierbei könnte man von einer "unsichtbaren Hand" sprechen - wenngleich hier sehr unüberschaubare, komplexe ökonomische und bedürfnispsychologische Mechanismen wirken.  

 

 

 

 

 

 

21.1.14 19:05

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