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Agrargesellschaft abstrakt

 

Während sich die Menschengruppen in der Vorzeit relativ homogen, in kleinen Zahlen und sehr übersichtlich zusammensetzten, bestanden die bedeutendsten Agrargesellschaften oftmals aus riesigen Imperien mit mehreren Hundertausenden oder gar Millionen Mitgliedern.

In der Vorzeit unterschieden sich die Menschen kaum in der Struktur der Bedürfnisbefriedigung-  u n m i t t e l b a r  Jagen und Sammeln mussten alle, um zu überleben. Mancher besaß zwar mehr Autorität (Stammesälteste, der beste Jäger, der Schamane, etc) als ein anderer  -  Standes- oder gar Klassenunterschiede allerdings gab es nicht. Manchmal spricht man heute auch von dieser Epoche als einer Art "Urkommunismus".

Das änderte sich mit der Sesshaftwerdung der Menschen sehr schnell: die Gesellschaft zerfiel in 4 Sektoren. 4 Sektoren, gegliedert nach der Art und Weise, Bedürfnisse zu befriedigen.

Verblüffend dabei, dass, würde man am Reißbrett eine mögliche, funktionsfähige Agrargesellschaft konstruieren, ebenfalls 4 Bedürfnis- Befriedigungstrukturen entstehen dürften. Vier, eventuell 5 Strukturen wären theoretisch denkbar - und diese sind auch annähernd so entstanden: 

1.Prinzip (eigenversorgend/Subsistenzwirtschaft)

Ich befriedige meine Bedürfnisse weitgehend selbst/Eigenversorgung (siehe oben)

 

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 2.Prinzip ( spezialisiert- diensteleistend)

Die Bedürfnisbefriedigungs- Tätigkeit wird (unter verschiedenen Gewerken)aufgeteilt: die Menschen spezialisieren sich in ihrer Bedürfnisbefriedigungs- Tätigkeit und tauschen diese Arbeitsergebnisse gegen die insgesamt komplexe Bedürfnisbefriedigung ein ("diensteleistend" ). Eigentlich ist dies die erste echte Form von (systematischer) Arbeitsteilung- vorherige "Arbeitsteilungen" in der Vorzeit (Jäger und Sammler) und bei der Eigenversorgung sind nur ansatzweise festzustellen.  Die spezialisiert-diensteleistende Arbeitsweise entspricht im Wesentlichen  dem, was wir heute als "Erwerbsarbeit" bezeichnen.

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Die 2 erstgenannnten Bedürfnisbefriedigungsarten sind "originär", das heißt, sie entstanden aus sich selbst - sind Voraussetzung für die Existenz der 2(3) folgenden:

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3. Prinzip (das Gewalttätige)

Es besteht grundsätzlich auch die Möglichkeit, ohne eigenversorgende oder spezialisiert- diensteleistende Tätigkeit seine Bedürfnisse zu befriedigen. Und zwar durch das Anwenden von Gewalt gegen o.g. Bevölkerungsgruppen. Sozusagen  auf parasitäre Weise. Mittels Gewaltanwendung, Räubern, Erpressen,Eroberungen von Gebieten und Völkergruppen,zwanghaft-gewalttätige Einführung von Steuern und Abgaben, Schaffen von Abhängigkeitsverhältnissen wie Fron, Leibeigenschaft oder Sklavenhaltertum oder Tribut etc.....Dieses Prinzip wird im Folgenden als

das Gewalttätige bezeichnet und ist ziemlich identisch mit der weltlichen Macht im Zeitalter der Agrargesellschaft (oder auch " 1.Stand " ) .



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4. Prinzip  (spirituell/religiös)

In einer Gesellschaft, in der die meisten Menschen vom Vorhandensein einer "höheren Macht", also eines Gottes, vieler Götter oder Geister etc.  überzeugt sind, macht es durchaus Sinn, dass sich bestimmte Menschen diesen Mächten besonders zuwenden. Sozusagen als "Verbindungsobmänner" zu diesen, um die höheren Mächte günstig und gewogen zu stimmen und für "besseres Wetter" zu beten.  Streng genommen handelt es sich um eine spezialisiert- diensteleistende Tätigkeit. Der Stamm , das Dorf oder die gesamte Gesellschaft befriedigen die (materiellen) Bedürfnisse dieser Menschen (Priester, Mönche, Kirche etc. ) - im Gegenzug "liefern" diese ihre Dienstleistungen ( Beten,religiöse Bildung, Anleitung etc. )  an die Gesellschaft. Als Nebenprodukt quasi leistet dieser Sektor "zusammenhaltende" Tätigkeit, indem er Religion, Spirituelles,  Erzählungen, Mythen findet, pflegt und propagiert.

 

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( Zusatzprinzip)

Eine unemanzipierte Art und Weise, Bedürfnisse zu befriedigen ist die bettelnde, fürsorgeeinfordernde, alimentierte - kurz, von den Spenden, Almosen,  Gaben der Anderen zu leben. Dabei kann es sich beispielsweise um Bettler, Kranke und Sieche, Waisenheiminsassen und/ oder Alte und Gebrechliche  handeln. 

 

 

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20.12.13 17:40

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