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Bedürfnisbefriedigungs-Tätigkeit , Arbeit , Erwerbsarbeit - 3 verschiedene Wege...

Der Beginn allen Tuns sind unsere Bedürfnisse. Ohne das Verspüren eines Bedürfnisses würden wir nichts tun- ja, letzlich nicht leben. Nur Nichtlebendiges verspürt keine Bedürfnisse - Leben ist permanentes Befriedigen von Bedürfnissen: Atmen, Essen, Schlafen, Fortpflanzen etc....   Unser gesamtes menschliches Dasein ist folglich auf die Befriedigung von Bedürfnissen gerichtet.

Interessantes entdeckt man, wenn man versucht, Bedürfnisse zu systematisieren. Einem breiteren Kreis ist die pyramidenartige Anordnung von Bedürfnissen durch den US-amerikanischen Psychologen A.Maslow bekannt. Nach seiner Theorie existieren(bewegen uns) zuerst die Basisbedürfnisse (Essen,Trinken, Wohnen etc.). Sind diese befriedigt sucht der Mensch diese zu sichern (Sicherheitsbedürfnisse ). Nach deren Realisierung folgen soziale Bedürfnisse, Individualbedürfnisse, Prestigebedürfnisse... und letztlich - sind die elementareren Bedürfnisse weitgehend befriedigt- folgt das Bedürfnis nach Selbstverwirklichung.

   

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Die nachfolgende Sichtweise ist eine andere, nicht vergleichbare - eine, die sich ( allerdings sehr abstrakt) an einer geschichtshistorischen  Umsetzung von Bedürfnisbefriedigung orientiert . Und diese abstrakte Sicht spiegelt erstaunlicherweise den historischen Werdegang des Menschen im hohen Maße wider.

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Die verschiedenen Steinzeitmenschen- Arten lebten hunderttausende Jahre vom Jagen und Sammeln. Ihre Bedürfnisse waren nicht so ausgefeilt und differenziert wie die in der Maslowschen Bedürfnispyramide dargestellt. Im Wesentlichen ging es ums Essen/Trinken, bequemes Ruhen einsch. Schutz vor Wetterunbilden und wilden Tieren,Kinderaufziehn... also fast ausschließlich dingliche Bedürfnisse, die materiell zu befriedigen waren. Wir wissen zwar auch von weiteren Bedürfnissen, so spiritueller Art ( z.B. Geisterbeschwörungen) oder Hierarchiebedüfnissen, also dem Streben nach Anerkennung oder Partner-"Eroberungen", die wir an dieser Stelle aber nicht weiter beachten werden. 

Hauptsächlich die dinglichen Bedürfnisse sollen an dieser Stelle interessieren, weil sie nämlich - im Unterschied zu heute- sehr unmittelbar befriedigt wurden: Die Steinzeitmenschen betrieben keine vorausschauende,planende Nahrungsmittelwirtschaft. Sie suchten sich fruchtbare Gegenden zum Existieren/Leben aus und sammelten oder jagten lediglich, wenn sie hungrig waren. Mehr zu sammeln oder zu jagen als sie verzehren konnten machte keinen Sinn, da sie  "Lebensmittel"/Nahrungsmittel im Wesentlichen eh nicht speichern konnten. 

Ergo: Die Steinzeitmenschen verspürten das Bedürfnis(Hunger/Durst) , oder wussten zumindest, dass sie in wenigen Tagen oder Stunden Hunger/Durst verspüren würden, wenn sie nicht zum Jagen und Sammeln aufbrachen.  Und begaben sich u n m i t t e l b a r im Verhältnis zu diesem Bedürfnis auf Nahrungssuche.

 ( Interessant dabei festzustellen ist der Umstand, dass Tiere fast ausschließlich auf derartige u n m i t t e l b a r e Art und Weise  ihr Dasein fristen. Außer bei Hamster,Bienen  oder wenigen anderen Arten beginnt die Nahrungsmittelsuche erst, wenn das Bedürfnis, also der Hunger ( bzw. Hunger in Kürze) eintritt.  Womit diese Ähnlichkeit bei der zeitlichen Bedürfnisbefriedigung  zwischen frühen Menschen und Tieren ein  weiteres  Indiz dafür ist, dass die Menschen aus dem Tierreich abstammen.)

 

Kann man diese Art der unmittelbaren Bedürfnisbefriedigung "Arbeit" nennen?

Dazu muss man sich die nächste Stufe in der Menschheitsentwicklung anschauen, nämlich die Zeit der Agrargesellschaft, und wie dort die wesentlichsten Bedürfnisse befriedigt wurde.  

 Vor ca. 10 000 Jahren begannen erste Menschen östlich des Mittelmeeres, -statt auf der Nahrungssuche umherzuziehen- Felder anzulegen und Nutztiere zu halten. Ein großer Zivilisationsschritt des Menschen, in deren Folge sich  das Potential der Menschheit in vielerlei Hinsicht zu erweitern begann.

 Diese Gesellschaften waren- besonders später, zu Zeiten größerer Reiche- schon relativ komplex - außer Landwirtschaft spielten Handwerk und Handel, Religion sowie das Kriegertum eine große Rolle.  Doch deren Kern bestand aus der Landwirtschaft und hier wiederum aus einer weitgehend eigenversorgenden  Wirtschaft (Subsistenzwirtschaft). Was heißt, dass ein Großteil des selbst Angebauten auch selbst konsumiert wurde.Dies ist auch logisch, war die Landwirtschaft bis tief ins 18./19. Jahrhundert hinein nicht annähernd so ertragreich wie heute. Der Bauer war froh, wenn er sich und seine Angehörigen ernähren konnte- Getreide und andere landwirtschaftliche Erzeugnisse für die Stadtbewohner konnten oftmals nur über Steuern, Abgaben oder Gewalt abgepresst werden . Meist betrug der Anteil der Landbewohner weit über zwei Drittel der Gesamtbevölkerung.

Denken wir heute an diese längst vergangenen Zeiten , denken wir  an große Metropolen wie  beispielsweise Babylon,Alexandria oder Rom (etc.). In diesen Städten aber wohnte nur eine Minderheit. Die überwältigende Mehrheit lebte ländlich und bestellte den Boden - die wichtigste Quelle für den Reichtum jener Zeit.

 Man muss also nun die landwirtschaftliche Tätigkeit hinsichtlich ihrer Qualitäts(bzw. Struktur)stufe mit der Tätigigkeit der Jäger- und Sammler- Kulturen vergleichen. Und stellt fest: Erstere ist eine Mittelbare, Zweitere eine Unmittelbare hinsichtlich der Bedürfnisbefriedigung.

Die Unmittelbarkeit der Bedürfnisbefriedigung in der Jäger- und Sammler-Gesellschaft wurde bereits beschrieben. Sie ähnelt noch sehr der tierischen Art und Weise...

Das Wesen landwirtschaftlicher Tätigkeit im Vergleich zur steinzeitlichen aber ist eine deutliche Zunahme an Mittelbarkeit. Zeitlich, dinglich, intellektuell ! Zeitlich, weil zwischen Aussaat oder Aufzucht der Tiere und der Bedürfnisbefriedigung, also dem (finalen) Essen, relativ viel Zeit vergeht. Dinglich, weil viele Werkzeuge und Hilfsmittel, wesentlich mehr als bei Jägern und Sammlern, Verwendung finden. Nicht nur Bodenbearbeitungsgeräte und Zugtiere, auch  Bauten für Menschen, Vieh und Ernte zählen beispielsweise dazu. Und auch intellektuell ist der agrargesellschaftliche Mensch dem Jäger/Sammler im hohen Maße überlegen, muss er doch über all jene landwirtschaftlichen Prozesse, die er  beherrschen will, Bescheid wissen.


Ja, die qualitativen Unterschiede im Wesen beider Gesellschaften hinsichtlich ihrer Befriedigung von Bedürfnissen ist so gewaltig, dass man keinesfalls beiden das gleiche Attribut der "Arbeit"  zubilligen kann... (Dass also in gleicher Weise  "gearbeitet" wird, um den Lebensunterhalt zu bestreiten, die Bedürfnisse zu befriedigen.)

Nun mag ja jeder das Wort "Arbeit" anwenden, wie er den Begriff assoziiert.  (Von vielen Experten wurde und wird der Steinzeitgesellschaft "Arbeit"sgeschehen bescheinigt um den Unterschied zum Tier herauszuarbeiten.)

 Dies mag für die eine oder andere Tätigkeit auch scheinbar - und nach unserem allgemeinen Verständnis-  zutreffen: Anfertigen von Werkzeugen,Tiere jagen und zerlegen, Sammeln von Früchten...

Der strukturelle Unterschied zur "Arbeit" in der Agrargesellschaft ist jedoch deutlich auszumachen: das "Arbeiten", das scheinbar mehr oder weniger "planmäßige" Tun in der Steinzeitgesellschaft ist auf unmittelbare, schnelle Bedürfnisbefriedigung gerichtet. Folglich ist dort auch das Element der "Mühe" nicht vergleichbar ausgeprägt auszumachen wir in der Agrargesellschaft. Und "Mühe" brauch's , um von Arbeit zu sprechen. 

Wir werden  in den nächsten Abschnitten sehen, warum diese Trennung so bedeutsam ist.

Oben bereits angedeutet: Das bäuerliche Arbeiten in der Agrargesellschaft ist hauptsächlich eines zum Zwecke der Eigenversorgung gewesen. Ein überwiegender Großteil der Bevölkerung lebte auf dem Lande, betrieb Ackerbau, Gärtnerei und Viehzucht, verarbeitete  diese Arbeits-"Früchte"fast ausschließlich selbst zu Lebensmitteln,baute Unterkünfte in Eigenregie, stellte bescheidenes Mobiliar (Tisch,Schemel, Feuerstellen) selbst her - kurz, man kann und muss hierbei von Eigenversorgung sprechen.   Eine "Arbeitsteilung" war nur sehr gering ausgeprägt und wenn, dann fand sie hauptsächlich innerhalb der Famile, des Hofes, des Dorfes und den Geschlechtern statt.

Die Menschen dort  lebten nur in ganz beschränkten Austauschbeziehungen mit Handwerkern, Händlern und anderen Gewerbetreibenden. Überschüsse zum freien Verkauf gab es quasi nicht oder wenig-  Teile der  Arbeitserlöse wurden von der Obrigkeit und der Kirche abgepresst.    

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Wir haben bisher eine ausgeprägte geringe Mittelbarkeit (eigentlich eine Unmittelbarkeit)  bei der Bedürfnisbefriedigung der Jäger- und Sammlerkulturen festgestellt.

Dem folgte entwicklungshistorisch eine Menschheitspase der mittelbaren Bedürfnisbefriedigung ( Agrargesellschaft/Landwirtschaft/Eigenversorgung) .  Es sind zwischen beiden unzweifelhaft klare Unterschiede in der Mittelbarkeit der Bedürfnisbefriedigung,also letztlich der entscheidenden Struktur, festzustellen...............

Parallel zur Landwirtschaft in der Agrargesellschaft entwickelte sich eine Lebens- und Arbeitsweise, deren Mittelbarkeit noch stärker ausgeprägt ist...und seit ca. 200 Jahren (zumindest in der westlichen Welt) die alleinige Arbeits- und Lebensweise darstellt: die einer spezialisiert- diensteleistenden Arbeitsweise ... oder umgangssprachlich  auch mit dem Begriff  "Erwerbsarbeit" definiert wird.

In der Agrargesellschaft benennen wir diese Arbeitsweise als die der Händler und Handwerker, des bürgerlichen Standes oder  die der Stadtbevölkerung. Während der bäuerliche Sektor recht universell seine Bedürfnisse ( allerdings auf niedrigem Niveau) befriedigte, spezialisierte sich dieser "bürgerliche Stand" . Der Bauer konnte im Grunde genommen von den Resultaten seiner Arbeit leben ohne mit anderen Subjekten in Austauschbeziehungen zu treten. Der "bürgerliche Stand" jedoch konzentrierte,spezialisierte sich auf ein Tätigkeitsfeld ( z.B. Schuster, Tischler, Maler, Metzger,Bäcker,Textilmacher etc. ...) und tauschte die Ergebnisse seiner Arbeit ein: entweder im Naturalienhandel oder gegen Geld. Erst mit diesem Tausch bzw. Verkauf kam er in den Genuss jener "Lebensmittel" , mit denen er seine Bedürfnisse befriedigen konnte. 

Die Arbeit des "bürgerlichen Standes"ist also im Unterschied zum (weitgehend eigenversorgenden) Bauern spezialisiert und diensteleistend. Diensteleistend, weil sie nicht oder kaum für die eigene Bedürfnisbefriedigung realisiert wird. Sondern der Bedürfnisbefriedigung  a n d e r e r  dient.  Der Handwerker und Händler, all jene, die im "bürgerlichen Stand leben und arbeiten,  sind letztlich  Spezialisten  u n d   Diensteleister.  

 Der "bürgerliche Stand" mit seiner "Erwerbsarbeit" unterscheidet  sich qualitativ fast so stark von der (weitgehend eigenversorgenden,universellen) bäuerlichen Tätigkeit wie diese von der vorhergehenden Tätigkeit der Jäger und Sammler. Spezialisiert- diensteleistende Tätigkeit, also bürgerliche, ist noch stärker mittelbar als bäuerliche. Zu der dinglichen, zeitlichen und intellektuellen Mittelbarkeit(siehe Agrargesellschaft) gesellt sich die personelle Mittelbarkeit hinzu. Der in der bürgerliche Sphäre lebende Mensch "verkonsumierte" zu seiner Bedürfnisbefriedigung die Resultate der Arbeit vieler - der Bauer weitgehend nur die Resultate der eigenen Arbeit.  Dieser Prozess der personellen Mittelbarkeit wird später dann auch als "Vergesellschaftung" bezeichnet. Zunehmend nimmt die Mittelbarkeit bei der Bedürfnisbefriedigung auch hinsichtlich der Zerlegung der einzelnen Arbeitsschritte sowie des Einsatzes von Maschinen, Technik und modernen Arbeitsverfahren zu.

Die Kultur der spezialisiert- diensteleistenden Arbeitsweise, also der bürgerlichen, ist hinsichtlich der Produktivität den vorangegangenen haushoch überlegen. Schon in den frühen Städten der Menschheit zeigt sich, dass die Wertschöpfung dort um ein vielfaches größer war als die auf dem Land. Es waren die politischen Gebilde, die Völkerschaften mit großen,reichen Städten, mit hoch entwickeltem Stadtbürgertum, die in den jeweiligen Zeitperioden dominierten.

Dennoch darf nicht übersehen werden, dass die Individuen der Jäger und Sammler sowie den eigenversorgenden Bauern auf emanzipiertere Weise ihre Bedürfnisse befriedigten . Ihre Tätigkeitsweise war eine emanzipierte, emanzipiertere. Emanzipierter, weil weniger strukturierte Abhängigkeit von anderen Menschen herrschte. Der Stadtmensch kann ohne die vielen Mitproduzenten an seiner Seite kaum überleben- der Jäger/Sammler und der eigenversorgende Bauer schon! An dieser Eigenschaft des Emanzipierten ändert sich auch nichts , wenn man weiß, dass de facto insbesondere die (eigenversorgenden) Bauern infolge von Gewalt und Unterdrückung diese Emanzipation kaum "genießen"  konnten.

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Zusammenfassung:

 Drei Arten/ Weisen, unsere (Haupt)Bedürfnisse zu befriedigen haben wir ausgemacht:

-unmittelbares Befriedigen  der (existentiellen) Bedürfnisse (z.B. Hunger führt  u n m i t t e l b a r  zum Jagen bzw. Sammeln ...führt un m i t t e l b a r zum Verzehr). In der Vor/Urzeit lebten unsere Vorfahren fast ausschließlich auf diese Weise. Diese ähnelt  stark  tierischer Form von Bedürfnisbefriedigung

- mittelbares, eigenversorgendes Befriedigen der ( existentiellen) Bedürfnisse ( dinglich,zeitlich, intellektuell)- in der Agrargesellschaft dominierte diese Art der Bedürfnisbefriedigung (z.B. Bearbeiten des Feldes und Säen im Frühjahr; im Sommer ernten, im Winter das Mehl/Brot verzehren)

- mittelbares, spezialisiert-diensteleistendes Befriedigen von Bedürfnissen - Lebens-und Arbeitsweise der Stadtbevölkerung, der Händler und Handwerker, des Bürgertums. Die Menschen arbeiten spezialisiert nur auf einem Gebiet und tauschen die Ergebnisse ihrer Arbeit gegen die universellen Bedürfnisbefriedigungs- Mittel ein.   ("Erwerbsarbeit" ) 

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Ergänzung:

 Die jeweiligen Arten, Bedürfnisse zu befriedigen, sind jeweils vorherrschend in einer bestimmten Epoche:

- in der Vor/Urzeit die unmittelbare Bedürfnisbefriedigung,

-in der Agrargesellschaft die eigenversorgende (mühevolle Landwirtschafts-) Arbeit und

- beginnend in der Agrargesellschaft in den Städten und dann in den Industriegesellschaften als dominierende  die "Erwerbsarbeit.

Das heißt aber nicht, dass sie  in den Gesellschaften, in denen sie nicht vorherrschen, nicht präsent sind. Dass "Erwerbsarbeit", also spezialisiert-dienstleistende Arbeit wie beispielsweise die der Handwerker und Händler schon in der Agrargesellschaft eine große Rolle spielte, ist schon erörtert worden.

Besonders aber heute, in unserer komplexen Welt, lassen sich alle drei Arten von Bedürfnisbefriedigung (immer noch) antreffen:

Das Fundament in der Art, wie Bedürfnisse in der Marktwirtschaft befriedigt werden, bildet unzweifelhaft die "Erwerbsarbeit", also die spezialisiert-diensteleistende Arbeitsweise, die ihr Arbeitsergebnis gegen Geld veräußert. Darüber hinaus verrichten wir aber auch sehr viel eigenversorgende "Arbeit" - d.h. Tätigkeiten, die uns Mühe bereiten, die mehr oder weniger mittelbar stattfinden, und die wir für die Befriedigung unserer eigenen Bedürfnisse einsetzen. Hausarbeit beispielsweise .

Manche Tätigkeiten können alle drei Charakteristiken aufweisen, z.B. Kindererziehung/betreuung:  diese ist uns oftmals ein direktes unmittelbares Bedürfnis( wenn wir beispielsweise mit Kindern spielen, kommunizieren, Unternehmungen vornehmen) ; kann aber auch mühevoll und aufwendig sein - darum Eigenversorgung ( das Kind über ein Schuljahr zu begleiten, Wäsche waschen, Essen machen , bei Krankheit pflegen etc..) ; kann auch in spezialisiert-diensteleistender Weise vorgenommen werden( Schule, KIGA, Babysitter u.ä. ) .

Immer wenn wir es mit Neigungstätigkeiten zu tun haben, die relativ spontan und unvorbereitet von uns vorgenommen werden, weil wir uns beispielsweise erholen oder entspannen wollen, handelt es sich um  direkte Bedürfnisbefriedigungstätigkeit - der Struktur nach identisch mit der der Jäger/Sammler . Bloß werden hierbei weniger existentielle Bedürfnisse befriedigt ( siehe auch Bedürfnispyramide) , sondern eher höherentwickelte. 

 Die eigenversorgenden "Arbeits"tätigkeiten des normalen Menschen sind in der Marktwirtschaft besonders interessant, da ihr meist  mühevoller und geringeffizienter Charakter  spezialisiert-diensteleistenden Wirtschaftsorganisationen vielfach Möglichkeiten der Übernahme bieten kann. Hausarbeit kann dann von professionellen Firmen erledigt werden, das Geschirrspülen oder das Wäschewaschen der Hausfrau kann von zuvor produzierten technischen Geräten abgelöst werden, Essen kann industriell gefertigt und vorgegart werden.   Eigenversorgende Tätigkeiten heutzutage sind daher vielfach im Fluß und der Veränderung - hin zur Erwerbsarbeit- unterworfen.

 

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18.11.13 17:07

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