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Geschichtsphilosophisches .... Geschichtsdeutung ! Versuchen wir`s

(Marlene in Dankbarkeit- ohne Dich hätt ich möglicherweise nie begonnen dies niederzuschreiben...  )

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Sie regt zum Schmunzeln an  diese Grafik im Titelbild: eine Niedergangs- Kurve...eine satirische Darstellung...

Die Entwicklung der menschlichen Gesellschaft aber gleicht (zumindest bisher), entgegen manchem Kulturpessimisten ,einer a u f s t e i g e n d e n   Kurve. Fast möchte man meinen ausrechenbar.


Es steckt eine gewisse Logik in dieser Entwicklung, deren grundlegenden Kräfte und Richtungen aufdeckbar sind. Und - so mein Anspruch- in einem gewissen ( beschränkten) Sinne ein Stück weit vorhersagbar sein könnten/sind. 

So wie eine ballistische Flugbahn nach bestimmten physikalischen Gesetzen verläuft und damit vorhersagbar wird,    könnte doch auch die Entwicklung menschlicher Gesellschaften bzw. d e r  menschlichen Gesellschaft - wenn man denn die bisherige "Flugbahn" richtig interpretiert und (schemenhaft) "ausrechnet"-  vorhersagbar sein.

Dies, und nur dies ist m.E. der Sinn von Geschichtsphilosophie: das Deuten des Bisherigen um Künftiges zu erahnen... 

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Viele Vorhersagen sind ja Binsenweisheiten: Dass die Menschen in den nächsten Jahrzehnten auf der Erde zahlreicher werden...dass der Wohlstand aufgrund weiteren Wirtschaftswachstums weiter ansteigen wird...dass das Klima sich weiter aufheizt...dass wir uns von einer Industrie- in eine Dienstleistungsgesellschaft wandeln... u.s.w.u.s.f....

Im Grunde genommen sind dies aber Auswirkungen der Entwicklung. Die Ursachen - und die Ursachenstrukturen  - sind versteckter. 

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Dies ist kein Text, der  Jahreszahlen oder bestimmte Ereignisse   thematisiert. Meine Methode ist eher die des "Eindampfens" von 100 000 Jahren Menschheitsgeschichte auf wesentliche Grundstrukturen . Zahlreiche   Geschichtsbücher und -sichten sind verfasst worden. Meines Erachtens aber sind insbesondere die bekannten Geschichtssichten und  -deutungen unbefriedigend als Erklärmuster. Vielleicht kann ich mit diesem Blog, dieser digitalen Papyrus-Rolle,  einen  Beitrag, einen Anstoß zu einer klareren Sicht leisten. 

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Zwei geschichtsphilosophische Theorien haben weltweit große Wirkungsmacht entfacht: Die materialistische Betrachtung des Geschichtsverlaufes von Karl Marx ( 1818-1883) und die Theorie des Übergangs  menschlicher Geschichte von einer Geschlossenen in eine Offene Gesellschaft nach Karl Popper (1902-1994).

 

1. Karl Marx

 

Marx war in seinem großen,umfangreichen Werk der Ansicht, dass der Mensch und insbesondere die Gesellschaft ein Ergebnis der Auseinandersetzung in der Arbeitswelt sei. "Das Sein bestimmt das Bewusstsein". Im Kampf um die Verteilung bzw. Aneignung der Früchte der Arbeit bzw. deren Ressourcen entstehen Ausbeutungsgesellschaften... so die Sklavenhaltergesellschaft(Antike), der Feudalismus und der Kapitalismus. Geschichte ist nach Marx eine Geschichte der "Klassenkämpfe" . Diese Kämpfe sowie die Entwicklung der "Produktivkräfte", also der Arbeitstechniken und des Wissens , treiben die Geschichte voran: vom Niederen zum Höheren. Und sie bestimmen als "Basis" den gesellschaftlichen "Überbau" - also den Macht- bzw. Staatsapparat, aber auch die Moral, die Religion oder die Kultur.  Diese "Basis", das "Sein" eben, bestimmt das "Bewustsein".   

 Vereinfacht würde Marx wohl  sagen: die Art und Weise bzw. das Niveau auf dem die Menschen arbeiten bestimmt deren Denken, Kultur , Religion, Beziehungen der Menschen untereinander etc....

Soviel vornweg: diesen "materialistischen" Ansatz halte ich grundsätzlich für richtig!

Geirrt hat sich Marx sicher in der Analyse der Geschichte als einer dauerhaften Klassenkampf- Auseinandersetzung. Dieser Teil seiner Theorien hatte derartig gewaltige Folgen, dass sich eine kommunistische Weltbewegung auf der Basis der Marxschen Ideen herausbildete, die der "Weltrevolution" und einer "klassenlosen" Gesellschaft hinterher jagte. Und die viel weltpolitischen Schaden und gewaltige Verirrungen anrichtete und für  Millionen von Todesopfern, beispielsweise in den Stalinschen Gulags oder den chinesischen Säuberungaktionen, verantwortlich war.   

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 2. Karl Popper

 

 "Geschlossene" Gesellschaften streben ein fest zementiertes Ziel, eine Ideologie, einen "Heilsstaat" und/oder eine bestimmte Herrschaft an. Und steuern kompromisslos (meist mit Gewalt von Minderheiten über Mehrheiten) auf dieses vermeintliche Ziel.  Im Grunde genommen kann man alle vorindustriellen Gesellschaften (mit sehr wenigen Ausnahmen) zu diesen Geschlossenen Gesellschaften zählen. 

Popper beschreibt und propagiert  als Gegenstück  das Modell einer Offenen und pluralistischen Gesellschaft, in der sich Fortschritt langsam einstellt.(nach Wikipedia) In diese wachsen die westlichen Gesellschaften seit dem 19.Jh hinein.

Vielleicht etwas stark vereinfacht, aber den Kern der Sache treffend: Minderheiten ,Diktatoren, Absolutisten herrschen in Geschlossenen Gesellschaften und unterdrücken freie Entwicklung.... Allmählich aber entwickeln sich demokratisch verfasste, freie, auf dem allgemeinen Diskurs basierende "Offene" Gesellschaften .   Letztlich ist dies auch ( ähnlich wie bei Marx)  eine Entwicklung vom "Niederen" zum "Höheren" .

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Wenn man anerkennt, dass sich die menschliche Gesellschaft in einem Jahrtausende anhaltenden Prozess vom Niederen zum Höheren entwickeln, ist das Aufdecken von Mechanismen und Ursachen dieser "Höherentwicklung" die entscheidende Frage der Geschichtsphilosophie!

( Und ich setze dabei an, die Befriedigung menschlicher Bedürfnisse( grob umrissen)  zu analysieren)

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25.6.13 23:46

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